Die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen werden trotz der drohenden Schweinegrippe nicht verlängert. Die schnelle Ausbreitung der Schweinegrippe setzt die Unternehmen unter Druck. Sie reagieren mit Notfallplänen, Tamiflu-Vorräten und Reisesperren. Wir sagen, wie die Konzerne vorsorgen: Bayer Der Pharma- und Chemiekonzern hat nach Angaben eines Konzernsprechers in ausreichendem Maße das Grippemittel Tamiflu für die Mitarbeiter eingekauft. Zusätzlich setze Bayer noch stärker als bislang auf die Technik. „Statt zu Konferenzen und Meetings zu fliegen, nutzen unsere Mitarbeiter immer stärker unsere Videokonferenz-Räume“, so der Sprecher. Der Chemiekonzern hat weltweit über 155 dieser Räume.
Seit Ausbruch der Schweinegrippe hat die Fluggesellschaft Air Berlin ihre Desinfektionsmaßnahmen noch weiter verstärkt. Jeder Flugbegleiter habe ein eigenes Fläschchen mit Desinfektionsmittel an Bord, so eine Sprecherin. Auch Air Berlin hat einen Tamiflu-Vorrat für die Mitarbeiter angelegt.
Lanxess Beim Leverkusener Spezialchemiekonzern wurde der Pandemieplan angesichts der ansteigenden Zahl der Fälle überarbeitet. „Wir setzten nach wie vor auf die umfassende Information der Mitarbeiter. Atemmasken haben wir ausreichend vorrätig“, so ein Sprecher. Einschränkungen in puncto Auslandsreisen gibt es nicht. Vor den Sommerferien hat Lanxess alle Mitarbeiter, die sich auf den Weg in den Urlaub gemacht haben, noch einmal über empfohlene Schutzmaßnahmen informiert.
Schweinegrippe: So sorgen die Konzerne vor
Die Kommission aus Wissenschaftlern und Sachverständigen aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst habe ein klares Votum abgegeben, erklärte der CDU-Politiker. Eine Auswertung der Krankheitsstatistiken hat demnach ergeben, dass Schüler weniger stark von einer Infizierung mit dem neuen Grippevirus betroffen sind. Am stärksten betroffen seien vielmehr die 18 bis 22-Jährigen.
Die Einhaltung der Hygienestandards in der Schule sei daher die im Vergleich zur Ferienverlängerung sinnvollere Alternative. Aufklärung und regelmäßiges Händewaschen, kein Anniesen oder Anhusten könnten eine Ansteckung mit der neuen Grippe gut vermeiden helfen, betonte Laumann. An den Schulen, in Jugendzentren und Vereinen sollen nun Flyer verteilt werden, die Jugendliche darauf aufmerksam machen, wie sich die Ansteckungsgefahr minimieren lässt.
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